Pressemitteilung vom 17. Februar 2009

Die ganze Wahrheit über die Bio-Qualität

BN hatte hochkarätigen Referenten zu Gast

Biologische Lebensmittel enthalten auf Grund ihrer strengen Anbau-Vorschriften keine Pflanzenschutzmittel und gentechnische Veränderungen. Damit sind biologische Lebensmittel für den Menschen aber auch für die Welt, in der er lebt, unbestritten besser und gesünder. Prof. Dr. Manfred Hoffmann, emeritierter Verfahrenstechniker der FH Weihenstephan und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHTe.V.), stellte bei seinem launigen und anschaulichen Vortrag auf Einladung der Kreisgruppe Donau-Ries des Bund Naturschutz klar, dass „Bio“ noch wesentlich mehr für unsere Gesundheit bedeutet als nur rückstands- und gentechnikfrei zu sein.

Prof. Dr. Manfred Hoffmann, emeritierter Verfahrenstechniker der FH Weihenstephan und Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHTe.V.)

In Zeiten, in denen Lebensmittel mit gesunden Zusatzstoffen, Vitaminen, stoffwechselanregenden und anderen förderlichen Eigenschaften ausgestattet werden – so genanntem „functional food“ – zeigen die Studien und Untersuchungen von Prof. Hoffmann, dass biologische Nahrungsmittel ebenfalls alle diese gesundheitsförderlichen Aufgaben erfüllen können und dabei für den Körper noch wesentlich verträglicher sind.
Biologische Lebensmittel enthalten mehr „Ware“ und weniger Wasser. Bei den Inhaltstoffen eines Lebensmittels handelt es sich nicht nur um die bekannten Angaben zu Proteinen, Kohlenhydraten oder Vitaminen, sondern auch um die eher unbekannten Spurenelemente und „Bioaktiven Stoffe“ wie z. B. Polyphenole, die unter anderem kanzerogen, antibiotisch, cholesterinregulierend und immunstärkend sind. Aber gerade diese nur in geringen Mengen im Lebensmittel enthaltenen Stoffe, machen den Unterschied zwischen einem biologischen und einem konventionellen Lebensmittel aus, weil sie im Regelfall in höherer Konzentration in ersteren vorkommen.

Um deren große Bedeutung für die Gesunderhaltung des eigenen Lebens zu verstehen, muss der menschliche Organismus laut Hoffmann auch als elektro-chemisches Systemen betrachtet werden. Für den Menschen ist es wichtig, dass er Lebensmittel zu sich nimmt, die viel Elektronen abgeben. Denn anders als die „freien Radikale“, die dem Körper Elektronen „entreißen“, ist es Aufgabe eines gesunden Lebensmittels, dem Körper Energie über Elektronen zufließen zu lassen. Die Fähigkeit eines Lebensmittels möglichst viele Elektronen abzugeben, ist abhängig vom Redoxpotential, das Hoffmann gemessen hat. In seinen Studien hat er nachweisen können, dass vollwertige Lebensmittel, wie zum Beispiel Vollkornmehl ein signifikant besseres Redoxpotential und damit eine entschieden höhere Qualität haben, als Auszugsmehle.

Entscheidend für die Wirkung eines Nahrungsmittels als „Lebens-“ Mittel ist aber auch deren thermodynamische Qualität. „Wenn Krankheit Unordnung bedeutet, dann heißt Gesundheit Ordnung“, erklärt Hoffmann den komplexen Sachverhalt. Auch hier können Bio-Lebensmittel punkten, denn sie sind im Regelfall thermodynamisch „geordneter“ als konventionelle Produkte und stellen im Körper leichter wieder die „Ordnung“ her. „Je qualitativ wertvoller die Lebensmittel sind, desto mehr Ordnung (Gesundheit) schaffen sie im Körper“, so Hoffmann.

Tipps für die Praxis!

Neben dieser Theorie ist Hoffmann aber auch ein Mann der Praxis. Er gibt Tipps wie man sich auch in der heutigen Zeit gesund ernähren kann und dabei nicht auf ein modernes, genussvolles Leben verzichten muss:

  • Vollreifes Obst und Gemüse kaufen;
  • Mit allen Sinnen (Auge, Nase, Fühlen,..) auswählen;
  • Essen „farbig“ zusammenstellen;
  • Mindestwarenkunde (Hintergrundinformationen über Herkunft, Herstellung,...) aneignen;
  • Kurze Lagerzeiten einplanen;
  • Das ganze Obst/Gemüse verwenden (Schälen soweit möglich vermeiden);
  • Speisen sauerstoffarm (schonendes Garen) zubereiten;
  • Dampfgarer verwenden;
  • Aufwärmen von Speisen vermeiden; und
  • Einfrieren bevorzugen.