Pressemitteilung vom 04.03.2009

Kröten sammeln einmal anders

Pünktlich zum Start der Amphibien-Wander-Saison sammeln Aktive des Bund Naturschutz in Bayern e.V. (BN) nicht nur echte Frösche, Molche und Kröten und retten ihnen so das Leben. In ganz Bayern sammeln circa 35.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene vom 9. bis 15. März auch im übertragenen Sinn Kröten für den Naturschutz.

Und auch im Landkreis Donau-Ries werden wieder Sammler unterwegs sein, um die Arbeit des BN vor Ort zu unterstützen. „Wir freuen uns, dass sich wieder viele Schulen bereit erklärt haben, uns durch ihren Einsatz zu helfen“, sagt Rudolf Schubert, 1. Vorsitzender.

In diesem Jahr sammeln in Donauwörth das Gymnasium, die Realschulen Heilig-Kreuz und St. Ursula, Ludwig-Auer-Schule, in Nördlingen Theodor-Heuss-Gymnasium, Volksschule Nördlingen und Realschule Maria Stern sowie Volksschule Monheim, Volksschule Rain.

Die Gelder fließen zum überwiegenden Anteil in Projekte vor Ort, wie die Mertinger Höll, den Ankauf ökologisch wertvoller Grundstücke oder die Umweltbildung mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Landesweit versteht sich der BN als Anwalt für Mensch, Natur und Landschaft. Er setzt sich z. B. ein für den Klimaschutz, für eine gentechnikfreie Landwirtschaft und für die Bewahrung der heimischen Kulturlandschaften vor Versiegelung. Dabei ist Natur- und Umweltschutz kein Luxus für gute Zeiten, sondern unbedingte Voraussetzung für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft.

Viele Themen, für die sich der BN seit vielen Jahren stark macht, rücken immer mehr in den Focus größerer Gesellschaftsschichten. „Ein Beispiel dafür, dass z.B. der Kampf des BN für eine gentechnikfreie Landwirtschaft langsam Wirkung zeigt, sind die Aussagen von Umweltminister Söder.“, sagt Peter Rottner, Landesgeschäftsführer des BN. Söder hatte sich erst jüngst für ein gentechnikfreies Bayern und gegen die geplanten Staustufen an der Donau zwischen Deggendorf und Vilshofen ausgesprochen. „Wir nehmen den Minister beim Wort und fordern nun auch konkrete Taten.“, so Rottner weiter.
 
Trotz der Erfolge: Anlass die Hände in den Schoß zu legen, gibt es nicht. Denn täglich verschwinden in Bayern wertvolle Ackerböden in der Größe von 21 Fußballfeldern unter Asphalt und Beton, werden einmalige Naturlandschaften wie das Isental einer überteuerten Autobahntrasse geopfert oder fordern Lobbyisten die Abkehr vom Atomausstieg.

Es wird im Großen wie im Kleinen immer deutlicher, der Einsatz für Natur und Umwelt ist kein Luxus. Er ist unabdingbare Notwendigkeit für eine lebenswerte Gegenwart und Zukunft. Doch ohne entsprechende finanzielle Mittel bleiben viele Bemühungen ein Tropfen auf dem heißen Stein. Einmal im Jahr sammeln daher Tausende von Ehrenamtlichen an der Haustüre und auf der Straße Spenden. „Bitte helfen auch Sie mit, dass wir uns weiterhin für den Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen einsetzen können und spenden Sie dem BN. Jeder Euro zählt.“, appelliert Schubert.


Wer sich selbst bei der Sammelwoche für die Natur engagieren oder mehr über die Arbeit des BN wissen möchte, kann weitere Informationen über das Büro der Kreisgruppe vor Ort anfordern, Tel. 0906/23638.  Hier können sich auch alle melden, die gerne echte Kröten sammeln und retten oder sich sonst für den Erhalt der bayerischen Natur engagieren möchten.