Grüner Engel für Alexander Helber

Erstmals wurde in diesem Jahr der „Grüne Engel“ an Bayerns Naturschützer verliehen.

Umweltschutz liegt den Menschen in Bayern am Herzen. "Millionen Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich, damit unsere Heimat lebens- und liebenswert bleibt. Sie sind unsere ‘Grünen Engel‘", betonte Dr. Markus Söder, Umweltminister, am 14.03.2011 bei der Übergabe des "Grünen Engels".

Diese Auszeichnung hat das Bayerische Umweltministerium anlässlich des "Europäischen Jahres der Freiwilligkeit 2011" ins Leben gerufen: 50 Ehrenamtliche erhielten eine Ehrennadel samt Urkunde für ihr Engagement für Flora und Fauna, darunter auch Alexander Helber aus Tapfheim.

Umweltminister Dr. Markus Söder bei der Übergabe des "Grünen Engels" an Alexander Helber, 2. Vorsitzender der Kreisgruppe Donau-Ries des Bund Naturschutz in Bayern e.V.

 

Herr Helber gründete vor 20 Jahren gemeinsam mit Achim Raab die Ortsgruppe Tapfheim des Bund Naturschutzes in Bayern e.V. Seit 1996 ist er zudem 2. Vorsitzender der Kreisgruppe Donau-Ries. In dieser Zeit hat er sich besonders für den Erhalt der Mertinger Höll eingesetzt. In seiner Obhut liegt die Betreuung und Erweiterung von derzeit ca. 100 ha Schutzflächen des Bund Naturschutz. Durch bereits durchgeführte Gestaltungsmaßnahmen ist es schon jetzt gelungen, den Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten zu sichern und zu verbessern. Davon profitieren so seltene Arten wie der Brachvogel und das Braunkehlchen, aber auch Pflanzen, wie das seltene Moorveilchen. Das Projekt ist bayernweit das größte Ankaufsprojekt des Bund Naturschutz.

Darüber hinaus setzt Herr Helber sich für einen Streuwiesenverbundes im Donautal ein. Auch hier ist es gelungen, viele der letzten artenreichen Streuwiesen vor der Zerstörung zu retten und eine Vernetzung der zerstreuten Restflächen herzustellen.

"Wir alle profitieren von Ihrem Einsatz für unsere Tiere und Pflanzen - für das Netzwerk des Lebens", sagte Söder in seiner Laudatio. Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer hätten sich durch ihr langjähriges, nachhaltiges und ehrenamtliches Engagement im Naturschutz ausgezeichnet: etwa bei Kartierungsarbeiten, beim Erstellen von Roten Listen, bei Artenschutz- und Pflegemaßnahmen, in der Naturschutzwacht oder in Naturschutzbeiräten.

Auch Rudolf Schubert, 1. Vorsitzender der Kreisgruppe Donau-Ries gratulierte Herrn Helber zur seiner Ehrung. „Wir freuen uns natürlich mit ihm. Herr Helber setzt sich über die Maßen für den Erhalt der Höll und anderer schutzwürdiger Gebiete ein. Er hat für sein großes ehrenamtliches Engagement den Preis wahrlich verdient. Der Bund Naturschutz ist stolz darauf, einen so qualifizierten Mitarbeiter in seinen Reihen zu haben.“

 

15.03.2011/cs