Pressemitteilung vom 30.11.2011

Nie wieder Fenster putzen?

Vortrag über Nanotechnologie

Donauwörth. „Nanotechnologie, Winzlinge mit großer Wirkung?“ war der Titel einer Veranstaltung des Bund Naturschutz in Bayern e.V, Kreisgruppe Donau-Ries und der Volkshochschule Donauwörth am letzten Donnerstag, den 24.11.2011 in der Donauwörther Sparkasse.

Ein fast voll besetzter Vortragssaal zeigte, wie groß das Interesse an einer Technologie ist, die immer häufiger in Nahrungsmitteln, Verpackungen, Textilien, Konsumartikeln und Kosmetika Verwendung findet. Jedoch sind sich die wenigsten beim Kauf eines Produktes dessen bewusst, da hierfür noch keinerlei Kennzeichnungspflicht vorliegt.  Nanopartikel sind so unvorstellbar klein, dass sie sogar in der Lage sind, die Plazenta- und die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden, wenn sie einmal in den Blutkreislauf gelangt sind - ein erhebliches gesundheitliches Risiko.

Referent Rüdiger Stegemann, Volkswirt und Saatgutaktivist beim BUND Hochrhein, zog Parallelen zu anderen „Risikotechnologien“ wie Gentechnologie oder Synthetischer Biologie  und stellte die klassische Nutzen-Risiko-Abwägung in Frage.

Nie wieder Fenster oder Auto putzen, das klingt natürlich verführerisch, aber sollten wir uns und unsere Kinder deswegen unbekannten Risiken aussetzen, die noch so unabwägbar sind, dass sie keine Versicherung der Welt übernehmen will?
Ein interessanter Vortrag, der sehr nachdenklich stimmte.

Wenn Sie mehr über die Verwendung, Risiken und Auswirkungen der Nanotechnologie erfahren möchten, wenden Sie sich bitte an die Geschäftststelle des Bund Naturschutzes, Heilig-Kreuz-Str. 15 in Donauwört, Tel. 0906/23638.

Sie erreichen uns hier persönlich immer Dienstags und Donnerstags von 09.00-12.00 Uhr.


30.11.2011/MR-cs