Selbstgemachtes Futter kommt bei Vögeln gut an!

Nun ist es soweit! Die Natur versinkt unter einer weißen Decke, die Kinder erfreuen sich beim Schlittenfahren und einer Schneeballschlacht. Es besinnen sich viele Menschen auf die heimische Vogelwelt und legen Vogelfutter aus. Ist die Futterstelle gut gewählt – ein überschaubarer Platz, gut vom Fenster aus zu beobachten, sicher vor Katzen und anderen Feinden – ist das eine schöne Möglichkeit die Natur auch im Winter direkt zu erleben. Nicht nur Erwachsene können so heimische Vögel kennen lernen, vor allem auch Kinder werden fasziniert vom Fenster aus das rege Treiben an der Futterstation beobachten.

Dennoch sollte auch darauf geachtet werden den Garten, auch kleinste Flächen dienen diesem Zweck, naturnah zu gestalten und über den Winter die Samenstände der Stauden und Gräser als Futterquelle und zur Überwinterung der Insekten stehen zu lassen. Früchte von heimischen Gehölzen, Samen von Wildkräutern und Insekten stellen die natürliche Nahrung der Vögel im eigenen Garten dar.

Um dennoch maßvoll und sachgerecht zu füttern sollte man, neben den oben genannten, einige wenige Fakten beachten: Die Futterstellen sollen leicht zu reinigen sein und das Futter trocken halten. Es darf kein Vogelkot ins Futter gelangen, um die Ausbreitung von Krankheitserregern wie Salmonellen zu vermeiden. Um auch ökologisch wertvoll zu füttern und z.B. die Ausbreitung der allergieauslösenden Ambrosia-Pflanze nicht zu fördern, kann man im Futterhaus eine selbsthergestellte Mischung aus Sonnenblumenkernen, Erdnussbruch und Haferflocken (eventuell auch Hanf- oder Mohnsamen) anbieten. Zusätzlich freuen sich vor allem Amseln und Rotkelchen über ganze Äpfel (Spalten frieren zu schnell durch) oder auch Rosinen. Besonders begehrt sind bei den gefiederten Freunden auch Fettfuttergemische, wie die allseits bekannten Meisenknödel. Diese bezieht man entweder nur als Qualitätsfutter, oder stellt es selbst her. Bei dieser Arbeit können Kinder gut mithelfen und mit etwas Fantasie entstehen dabei kleine Kunstwerke, die sich an Bäumen und Sträuchern auch als Schmuck in der Winterzeit verwenden lassen.

Mit Beginn der Schneeschmelze im Frühjahr sollte allerdings das Füttern der Vögel eingestellt werden, da sonst die Brut mit für sie unverdaulichem Futter versorgt werden würde.

Für weitere Fragen zur Vogelfütterung und Herstellung von Vogelfutter, sowie über den Erhalt einer artenreichen Vogelwelt in ihrem Umfeld steht Ihnen der Bund Naturschutz, Kreisgruppe Donau-Ries gerne zur Verfügung.


Rezept für Fettfutter

150g Rindertalg (oder Pflanzenfett) erwärmen, 100-150g Sämereien (z.B. Sonnenblumenkerne, Hanf, Hirse, Mohn) oder Getreideflocke (Weizenkleie oder Haferflocken) einrühren, ein Schuss Salatöl dazu um den Futterteig geschmeidig zu halten, etwas abkühlen lassen und in die gewünschte Form bringen (Tontopf oder Plätzchenform mit Aufhänger, Futterblöcke oder Knödel).

13.12.2010/cs