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Pressemitteilung: Bund Naturschutz bringt „Tunnel-Trasse“ für Umfahrung von Tapfheim ins Spiel

Geographie lässt Varianten über Erlingshofer und Riedlinger Berg nicht zu.

25.02.2020

Tapfheim: Angesichts der aktuellen Diskussion über die geplante Ortsumfahrung von Tapfheim hat nun der Bund Naturschutz eine weitere Variante der Straßenführung vorgeschlagen:

Mit einem ca. ein Kilometer langen Tunnel vom Ortseingang bei Erlingshofen bis unterhalb des Tapfheimer Bahnhofs soll eine machbare Alternative zur Entlastung der Tapfheimer Anrainer der B16 realisiert werden.

Dieser Vorschlag sei notwendig geworden, da drei der vier bis dato untersuchten Varianten bereits an den geographischen Gegebenheiten zwischen Donauwörth und Tapfheim scheitern würden, so Alexander Helber, Kreisvorsitzender des Bund Naturschutz.

Müssten diese doch alle einen Höhenunterschied von bis zu 90 Metern zwischen Riedlinger und Erlingshofer Wald überwinden. Die daraus sich ergebende Straßensteigung würde enorme Einschnitte in die Landschaft verursachen und wäre so kaum umsetzbar. Außerdem wäre am Fuße der Steigung ein erstes aufwendiges Brückenbauwerk notwendig, um die Bahntrasse Donauwörth - Ulm in diesem Bereich zu queren.

Eindeutig abgelehnt wird vom Bund Naturschutz die sogenannte „Riedlinger Variante“ (Variante 4), die großflächig auf Riedlinger Flur verlaufen würde. „Außerordentlich hoher Verbrauch wertvoller Ackerfläche sowie ein tiefer Einschnitt in das Riedlinger Holz sind in der heutigen Zeit nicht mehr darstellbar“, so Thomas Frey, Regionalreferent des BN und ergänzt: „Der minimale Eingriff in Natur und Umwelt muss bei der Planung der Umfahrung höchste Priorität einnehmen.“

Alle vier Varianten haben zudem gemeinsam, dass sie im weiteren Verlauf Richtung Westen das Kesseltal weitläufig überspannen müssten, was wiederum nur mit massiven technischen Bau-werken zu realisieren wäre.

Die Vorteile der „Tunnel-Variante“ lägen auf der Hand, so Friederike Raab, BN-Ortsvorsitzende von Tapfheim: Die Notwendigkeit der Querung der Bahntrasse würde entfallen, ebenso wären keine aufwendigen Steigungen zu überwinden. Der Eingriff in die Natur sowie der Flächenverbrauch könnten auf ein notwendiges Minimum reduziert werden.

Helber fordert nun vom Staatlichen Bauamt Augsburg die rasche Untersuchung der Tunnel-Variante: „Wir erwarten, dass unser Vorschlag ernsthaft und transparent auf technische und kommerzielle Machbarkeit hin geprüft wird“, so der Vorsitzende.