Nachweise des gefährdeten Laubfrosches im Bereich Tapfheim/Rettingen

Der europäisch streng geschützte Laubfrosch kommt im Gemeindebereich um Rettingen vor. Diese erfreulichen und überraschenden Fakten wurden dem Bund Naturschutz Donau-Ries erst heuer im Januar bekannt.

Foto (BN): Laubfrosch

Foto (BN): Laubfrosch

09.03.2018

Bisher wurde vermutet, dass sich die Vorkommen des Laubfrosches hauptsächlich auf den Auwald beim Geschwellhau/Heidennau und deren Umfeld im Lkr. Dillingen beziehen. Durch eine von der Gemeinde Buttenwiesen in Auftrag gegebene Studie zum Ausbau der Ortsverbindungstraße Donaumünster- Pfaffenhofen wurde jetzt bekannt, dass auch im Bereich der Gemarkung Rettingen Laubfrösche vorkommen.

Die Untersuchung hat dabei die Wanderbeziehungen der Amphibien erfasst. Das Artvorkommen des Laubfrosches ist für den Bund Naturschutz eine echte Sensation. Um Rettingen bestehen Rufbeziehungen der seltenen Tiere zwischen verschiedenen Gewässern. Dort finden auch Wanderungen der Amphibien über mehrere Kilometer statt, die über die neu geplante Straßentrasse führen.

 

Nachdem der Laubfrosch in ganz Deutschland einen schlechten Erhaltungszustand hat, ist dringender Handlungsbedarf zum Schutz dieses Vorkommens gegeben. Aus diesem Anlass wird Ulrike Geise, Projektbeauftragte Amphibien und Wildkatze beim Bund Naturschutz in Bayern, am Freitag 16.03.2018 um 19:00 im Gasthaus zur Grenz in Erlingshofen in ihrem Vortrag über das Leben der Frösche, Kröten und Lurche informieren. Als Basis dient die Studie über den Amphibienbestand, die aufgrund des Straßenausbaus der Gemeindeverbindungsstraße Donaumünster/Pfaffenhofen in Auftrag gegeben wurde.