Ortsgruppe Donauwörth


Frisch aus der Region - Stadt Donauwörth und Umgebung

Bewusst kaufen – bewusst genießen!

Unsere Region bietet ein reichhaltiges Sortiment an selbsterzeugten Lebensmitteln. Der Vorteil der Direktvermarktung liegt auf der Hand: kurze Wege, frische Waren!

Wer direkt beim Erzeuger einkauft, bekommt hochqualitative, frische und schmackhafte Produkte, bei denen man genau weiß, wo sie herkommen. Sie haben Einblick in die Produktion und sehen die Ställe, Wiesen oder Felder.

Das schafft Vertrauen zu den Lebensmitteln und fördert auch den Erhalt unserer abwechs-lungsreichen und artenreichen Kulturlandschaft.

Wer beim Bauern um die Ecke einkauft, engagiert sich gleichzeitig für den Umweltschutz. Denn Lebensmittel, die gleich nebenan wachsen bzw. hergestellt werden, müssen nicht um die halbe Welt gefahren oder geflogen werden. Das spart CO2 ein und hilft unserem Klima! 

Eine Liste mit den Erzeugern können Sie sich hier herunterladen

Sollten Sie Interesse an der kostenlosen Aufnahme Ihrer Erzeugnisse auf dieser Homepage und der in kürze erscheinenden Broschüre haben, wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle:

E-Mail: donau-ries@bund-naturschutz.de oder Tel.: 09 06/ 236 38


Führungswechsel bei Donauwörther Naturschützern

Bund Naturschutz Ortsgruppe Donauwörth mit Asbach-Bäumenheim wählt neue Vorstandschaft

Der bisherige BN- Ortsgruppenvorsitzende Ulrich Zietsch begrüßte die anwesenden Mitglieder und zeigte sich erfreut über den Anlass der Versammlung. Denn es standen Neuwahlen der Vorstandschaft an. Zunächst dankte Kreisvorsitzender Rudolf Schubert den beiden bisherigen Vorsitzenden Ulrich Zietsch und Günther Christoph für ihre langjährige Verbundenheit und ihr Engagement. Zügig ging es im formalen Ablauf des Abends weiter zur Wahl der Vorstandschaft der BN- Ortsgruppe Donauwörth mit Asbach - Bäumenheim.

Gewählt wurden:

  • Erste Vorsitzende: Annette Steglich
  • Stellvertretende Vorsitzende: Monika Reicherzer
  • Schatzmeister: Georg Wagner
  • Schriftführerin: Marianne Ach.

Beisitzer wurden berufen: Christa Laube, Günther Christoph, Ulrich Zietsch, Siegbert Spring und Wolfgang Reinhardt.

Im Folgenden stellte die neue Führung ihre bisherigen Tätigkeiten im Jahr 2009 und 2010 vor. Besondere Schwerpunkte bildeten dabei die alljährliche Pflege der sogenannten Bahngrube bei Donauwörth und das Umweltbildungsprogramm „Donauwörth natürlich“. Die Unterhaltung der Streuwiese bei Donauwörth ist seit dem Jahr 2001 in der Hand der Kreisgruppe des Bund Naturschutz. Die beiden damaligen Ortsgruppenvorsitzenden Zietsch und Christoph waren dort seitdem immer wieder mit aktiv. Mit dem Programm „Donauwörth natürlich“ hat die neue Vorstandschaft bereits erste Aktivitäten vor der offiziellen Wahl durchgeführt. Das Programm existiert seit Mitte 2007 beständig und bietet auch für das Jahr 2010 wieder vielfältige Aktivitäten in Form von Vorträgen und naturkundlichen Wanderungen. Für die Zukunft sieht die neue Vorstandschaft ihre selbstgestellten Aufgaben aber auch als Ansprechpartner für Umwelt – und Naturfragen.
Stellvertretender Kreisvorsitzender Alexander Helber stellte im Anschluss besonders schützenswerte Gebiete und Biotope im Bereich der Ortsgruppe Donauwörth und Asbach -Bäumenheim vor. Dabei wurde auch die große Vielfalt und immense Bedeutung der Natur um Donauwörth deutlich. Die Umweltschützer des Bund Naturschutz stellen sich dieser Verantwortung und werben auch weiterhin um die Mithilfe der Bevölkerung vor Ort.

Interessierte können gerne das Angebot eines kostenlosen Newsletters nutzen, indem sie eine Email an donauwoerth@bund-naturschutz.de schicken. 

Das Bild zeigt (v.l.n.r.) die neue Vorstandschaft der Ortsgruppe Donauwörth des Bund Naturschutz: Monika Reicherzer, Marianne Ach, Siegbert Spring, Georg Wagner, Wolfgang Reinhard, Ulrich Zietsch, Annette Steglich. Auf dem Bild fehlen Christa Laube und Günther Christoph

AKTIVITÄTEN

Am 21. Juni 2010 hat die Ortsgruppe Donauwörth des Bund Naturschutz alle Hobbygärtner und Interessierte mit grünem Daumen zu einem Vortrag „MORD UND TODSCHLAG“ IM GARTENBEET eingeladen.

Lesen Sie hier mehr dazu.


Botanische Raritäten bei Donauwörth

Donauwörth (alhe): Im Rahmen des "Streuwiesenprojektes östliches Donauried" engagiert sich der BN seit 2001 für den Streuwiesenverbund zwischen Höchstädt und Donauwörth. Dabei geht es darum, die dort noch vorkommenden seltenen Pflanzen- und Tierarten wie Orchideen, Primeln oder verschiedene Schmetterlinge zu erhalten. Deshalb muss jedoch die bei der Mahd anfallende Streu entfernt werden, damit die empfindlichen Pflanzen im nächsten Jahr genügend Licht  erhalten.  Ein  bayernweit bedeutender Standort ist eine Streuwiese auf einem Bahngrundstück bei Donauwörth mit seltenen Streuwiesenrelikten wie Veilchen- , Lauch- und Orchideenarten.

Auf den seltenen Standort machte das Ehepaar Adler von der Arge Flora Nordschwaben aufmerksam, weil die Fläche zu verbuschen drohte. Bereits im Jahre 2002 wurden erste Entbuschungsmaßnahmen durch den BN mit finanzieller Unterstützung der Regierung von Schwaben ausgeführt und bis heute Schritt für Schritt erweitert. In etlichen Einsätzen von Forstmulchern und anderen Spezialgeräten oder auch per Hand musste die Fläche nachgepflegt werden. Probleme hatte man vor allem mit illegalen Müllablagerungen, die entfernt werden mussten. Hier bekam man bei der Entsorgung Unterstützung vom Abfallzweckverband. Eine Schranke wurde mittlerweile angebracht. Mittlerweile  hat sich die Vegetation erholt und es konnte eine ganze Reihe besonders geschützter Pflanzen festgestellt werden. Unter anderem hat sich das Hohe Veilchen (Rote Liste 2, stark gefährdet) wieder auf einen beachtlichen Bestand erholt. Es dürfte sich nun um den größten Standort in Schwaben handeln. Das niedrige Veilchen (RL1, Vom Aussterben bedroht) hat sich mit einzelnen Pflanzen wieder gezeigt. Der Bestand ist aber noch nicht gesichert und in ganz Bayern kurz vor dem Aussterben. Ob man die Art in Bayern retten kann, hängt von nur noch 7 aktuellen Standorte ab, die alle in Stromtal der Donau oder des Mains liegen. Auch einige Exemplare der vom Aussterben bedrohten Sumpflöwenzähne konnte gefunden werden und wurden von extra angereisten Experten aus Nordbayern bestimmt und bestätigt.

Bemerkenswert ist, dass der Botaniker Blum bereits 1949 viele Arten wie den Schlangenlauch  oder die Sibirische Schwertlilie auf der Streuwiese nachweisen konnte. Heute tauchen nach intensiver Pflege diese Arten nach und nach wieder auf, was die Artenschützer des BN überrascht und zugleich sehr freut. Viele Pflanzen konnten dort über Jahrzehnte hinweg wegen des wechselnden Grundwasserstands überleben.


Insgesamt wurden dort nun 160 Arten, darunter 18 Arten der Roten Liste, wiedergefunden.

BN braucht  Unterstützung:
Am Samstag, 11.10.08 findet nun ein weiterer Arbeitseinsatz zum Erhalt dieser Raritäten  statt. Treffpunkt für freiwillige Helfer ist um 9.00 Uhr bei der Donauwörther Feuerwehr. Der BN hofft auf zahlreiche Unterstützung.
Falls möglich sollte bitte Heugabel oder Rechen mitgebracht werden !

Unauffällig , aber doch kurz vor dem Erlöschen in Bayern: Das Niedrige Veilchen (Viola pumila) ist vom Aussterben bedroht und kommt bei Donauwörth noch vor.

Viola pumila, Niedrige Veilchen, niedrige veilchen, viola pumila  Bild: Eglseer

Das Fleischfarbene Knabenkraut (Dactylorhiza incarnata)  kommt auf einer Streuwiese bei Donauwörth noch vor.

fleischfarbenes Knabenkraut, dactylorhiza incarnata, dactylorhiza incarnata,

                 Bild: A. Helber